LANDKREIS (nb). Die Verabschiedung der Resolution "Volksbegehren für gute Schulen" hat der Kreistag in seiner letzten Sitzung abgelehnt. Die Gruppe Grüne/WIR hatte den Antrag dazu gestellt und hoffte auf Unterstützung der landesweiten Initiative. Die kam jedoch lediglich von einem Teil der Kreistagsabgeordneten. Nachdem der Kreisausschuss mit vier Gegenstimmen empfohlen hatte, den Antrag zu unterstützen, war hier der Gegenwind deutlich größer. Ein Mitglied des Kreistages enthielt sich, 17 stimmten dagegen. Dagmar König (CDU) erklärte, die Fraktion könne dem inhaltlich nicht zustimmen. Sie bezog sich dabei vor allem auf die Forderung, wieder zur Regelschulzeit von 13 Jahren bis zum Abitur zurückzukehren. Als Gründe führte sie, neben Anderem, die Wettbewerbschancen im Vergleich zum europäischen Ausland sowie die geplante Vereinheitlichung der Schulsysteme auf Bundesebene an. Niedersachsen bewege sich, bezogen auf die zeitliche Umsetzung des Abiturs nach zwölf Jahren, ohnehin "im Mittelfeld". Darüber hinaus sagte König: "Eine Kehrtwendung zum jetztigen Zeitpunkt wäre fatal und würde zur nachhaltigen Störung des Unterrichts führen." Karsten Becker (SPD) sprach sich für eine Verabschiedung aus. Praktische Probleme im Schulalltag zeigten, dass die Inhalte oder Schulzeiten angepasst werden müssten. Im Hinblick auf die laufende IGS-Debatte, die kritisierte "Fünfzügigkeit", und die Masse an abgelehnten Schülern, die sich für die IGS beworben hatten, sei es "geradezu die Pflicht dieses Kreistages, diese Resolution zu unterstützen". Das Instrument des Volksbegehrens sei ein "taktisch richtiger Schritt". Der Handlungsdruck auf die Landesregierung müsse erhöht werden. Auch die BfS sprach sich für eine Zustimmung aus.
-
Antrag im Kreistag abgelehnt
Resolution erhält keine Unterstützung / Fraktionen in Schulfragen uneinig
Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum