LANDKREIS (em). Gutmuffel hatten die Dienststellen der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg im Blick: "Gerade im Zusammenhang mit den schweren Unfallfolgen zählt das Nichtbenutzen von Rückhaltesystemen mit zu den häufigsten Unfallursachen", so Gabriela Mielke, Polizeipressesprecherin. Allein in diesem Jahr mussten die Einsatz- und Streifendienste der Polizeidienststellen 120 Verkehrsunfälle mit schweren Folgen aufnehmen. Hierbei wurden 139 Personen schwer verletzt und acht getötet. "Ich bin gerade erst losgefahren", "Der Gurt engt ein" oder "Ich fahr doch nur kurz um die Ecke" - Ausreden, die sich die Polizei immer wieder anhören muss. "Viele Autofahrer verdrängen schlichtweg die Tatsache, dass der Sicherheitsgurt Leben retten und schwere Verletzungen verhindern kann." Um die Unfallzahlen zu senken und die Verkehrssicherheit zu erhöhen, sei es erforderlich, auf Einstellungs- und Verhaltensänderungen der Autofahrer hinzuwirken. Die Kontrollergebnisse zeigen, dass die polizeiliche Verkehrsüberwachung unverzichtbar ist. 64-mal mussten die Ordnungshüter mit rund 30 Kräften an 19 verschiedenen Kontrollorten gegen sogenannte "Gurtmuffel" einschreiten. Der Verstoß gegen die Gurtanlegepflicht wurde konsequent mit 30 Euro Verwarngeld geahndet. Am Mittwoch, dem 15 September kontrollierten Polizeibeamte im Bereich der Sonnenborsteler Kurve/B 214 den Schwerlastverkehr. Bei 21 herausgewunkenen Lkw mussten 29 Verstöße festgestellt werden. Neunmal waren die Fahrer zu schnell unterwegs und in sechs Fällen waren die Beanstandungen so gravierend, dass die Weiterfahrt untersagt werden musste.
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Polizei stoppt Verkehrssünder
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