1. Krankenhaus Rinteln bleibt zunächst

    Betriebsausschuss beschließt Rationalisierungen / Standort Rinteln: Einschnitte bei Gynäkologie

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    LANDKREIS (ih). Das Krankenhaus in Rinteln bleibt. Das hat der Krankenhaus-Betriebsausschuss am Donnerstag beschlossen. Um das Defizit des Klinikums Schaumburg bis zum Start des Gesamtklinikums Schaumburger Land aufzufangen, muss gespart werden. Neben strukturellen Maßnahmen, wie der Auslagerung verschiedener Bereiche oder die Zentralisierung von Aufgaben sollte ein großer Teil der Kosten über tarifliche Maßnahmen gesenkt werden. Die Gespräche dazu sind in der vergangenen Woche von Arbeitgebern wie Arbeitnehmern für beendet erklärt worden. Ohne Ergebnis. Einem Gehaltsverzicht haben die Arbeitnehmer nicht zugestimmt, ein örtlicher Tarifvertrag für das Klinikum Schaumburg ist damit nicht zustande gekommen.

    Um das erwartete Defizit von rund 30 Millionen Euro zu senken, werden ab sofort "bedarfsorientierte Anpassungen an das Leistungsgeschehen" vorgenommen. Konkret bedeutet das: Die Gynäkologie in Rinteln wird geschlossen. Das Labor in Rinteln wird nach Stadthagen verlagert, Rinteln behält ein Notfall-Labor. Die Innere Medizin und die Chirurgie bleiben am Standort Rinteln, stehen allerdings bis Mitte September auf dem Prüfstand. Sollten sich die Fallzahlen nicht wenigstens stabilisieren oder besser steigen, müssten auch diese Abteilungen zum Ende des Jahres geschlossen werden. Die Innere Medizin sei in diesem Jahr deutlich hinter den Erwarungen zurückgeblieben, sagte Geschäftsführer Christian von der Becke bereits in der vergangenen Woche. Durch den Chefarztwechsel sei in der Chirurgie hingegen ein positiver Trend zu erkennen. Ausgebaut werden soll der Bereich Geriatrie. Die Altersmedizin soll neben der Kardiologie und der Neurologie ein neuer Schwerpunkt im Gesamtklinikum werden.

    Ab sofort will das Krankenhaus Rinteln in diesem Bereich starten und so die Belegungszahlen nach oben bringen. "Die Anpassungen sollen mehr Zeit schaffen, um auch in Rinteln die Leistung zu steigern," sagte Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier. Durch die Anpassung der Kapazitäten könnte das Krankenhaus Rinteln sanfter in das Gesamtklinikum übergeleitet werden.

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