LANDKREIS (em). Innovative Holzprodukte und eine weiter stabile bis steigende Nachfrage nach Energieholz sorgen bei Niedersachsens Waldbesitzern für vorsichtigen Optimismus. Der lange kalte Winter hat nach Mitteilung des Landvolk-Pressedienstes im ersten Halbjahr 2010 nochmals zu einem Nachfrageschub bei Energieholz geführt und in der Folge auch die Preise für Industrieholz ansteigen lassen. In diesem Marktsegment übertrifft die Nachfrage das Angebot. Nachdem der Rohstoffboom in den Jahren 2007/08 auch das Exportgeschäft belebt hatte, haben sich die Ausfuhren normalisiert. Die Buche war von dem Nachfragerückgang etwas stärker betroffen als die Eiche. Mit großem Bedauern haben die Waldbesitzer auf die Nachricht von der Schließung eines Sägewerkes in Südniedersachsen reagiert. Damit entfallen für sie in der Region von Niedersachsen bis Nordhessen und Ostwestfalen eine Vermarktungsalternative und der Vorteil kurzer Wege zur Verarbeitungsstätte. Der Waldbesitzerverband Niedersachsen warnt vor einer Missachtung wirtschaftlicher Zusammenhänge bei der Waldbewirtschaftung. Mit einem Umsatz von rund 160 Milliarden Euro und mehr als 1,2 Millionen Beschäftigten zählt die deutsche Forst- und Holzwirtschaft zu einem der wichtigsten Wirtschaftssektoren in Deutschland. Vor diesem Hintergrund sieht es der Waldbesitzerverband als legitimes Recht des Waldbesitzers an, Erträge im Wald zu erwirtschaften. Präsident Norbert Leben unterstrich, dass nur über die Nutzung auch Ansprüche des Naturschutzes befriedigt werden können, wirtschaftliches Handeln im Wald dürfe nicht gebrandmarkt werden.
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Nachfrage stabilisiert Preise
Wirtschaftliches Handeln im Wald nicht brandmarken
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