1. Spielregeln für den Besuch des Fürsten

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    LANDKREIS (ih). Sie passen auf eine Seite. Die Spielregeln für den "Schaumburger Frieden" bilden Rahmen und Grundlage des Miteinanders. Darin heißt es: "Behandeln Sie den Fürsten so, wie Sie auch jeden anderen hohem Staatsgast behandeln würden. Empfangen Sie den Fürsten als Staatsgast. Beachten Sie bitte immer, dass Sie sich im hier und jetzt befinden und nicht im 17. Jahrhundert. Dem Fürsten und seinem Tross kann alles angeboten und angetragen werden, es liegt jedoch bei ihm, wie er darauf reagiert.

    Niemand wird bloßgestellt! Weder der Fürst noch ein Mitspieler, der sich in Kontakt mit ihm begibt. Der Fürst entscheidet, wie lange er an einem Ort verweilt. Ist ihm nach Aufbruch, wird gefahren. Der Fürst fährt in der Kutsche, nicht auf Treckern, in Feuerwehrautos oder auf dem Motorrad. Das Spiel findet in der Öffentlichkeit statt. Ein Spiel in geschlossenen Räumen ist nicht vorgesehen. Die Eskorte besteht aus Landsknechten des 17. Jahrhunderts und so benehmen sie sich auch. Stellen Sie sich drauf ein.

    Es gibt die Möglichkeit der Petition, für die folgendes gilt. Zu jedem Anliegen können Petitionen an den Fürsten herangetragen werden. Die Art und Weise, wie die Petition an den Fürsten heran getragen wird, ist offen. Hier sind der Kreativität Tür und Tor geöffnet.

    Die Petition kann dann anschließend bis zu einer Dauer von einer Minute verlesen werden. Nach 60 Sekunden wird dem Redner konsequent das Wort abgeschnitten. Der Fürst nimmt die Petition an sich, zu mancher wird er sich äußern, zu mancher nicht. Er übergibt die Petitionen am 29. August den heute Herrschenden, um auf die Anliegen aufmerksam zu machen. Da die Petitionen anschließend ausgestellt werden sollen, sollen Sie auch bei der Gestaltung Kreativität walten lassen. An den Gerichtstagen werden Anliegen verhandelt und Petitionen entgegengenommen. Wo möglich, wird der Fürst den Streit durch salomonische Urteile schlichten, sollte dieses nicht möglich sein, bleiben die Petitionen. Die Gerichtstage können von Musik und Gaukelei umrahmt werden. Der Fürst wird auf seiner Rundreise überall Schaumburger Produkte angepriesen und geschenkt bekommen. Er nimmt diese an sich und schenkt sie am Ende an den Ministerpräsidenten. Der Fürst sammelt auch Skurriles für sich selbst, da es für Fürsten aus jener Zeit wichtig war, exotische Dinge zu besitzen, mit denen er prahlen konnte. Der Fürst wird im Rahmen seiner Urteilsfindung stets auch seine Rechts- und seine Kirchenordnung zu Rate ziehen. Es steht jedem frei, sich aller Rechtsquellen zu bedienen."

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