REGION (em). Ruhiger als die Jahre zurvor ist der Himmelfahrtstag aus Sicht der Polizei Hannover verlaufen. Die Beamten der Polizeiinspektion Garbsen hatten einen Schwerpunkteinsatz im Raum Deister und Steinhuder Meer gefahren. Das Ergebnis: Die Beamten kontrollierten insgesamt 711 Personen - in erster Linie Jugendliche und junge Erwachsene. Neun Minderjährige wurden alkoholbedingt in Obhut genommen und ihren Eltern oder dem Jugendamt übergeben. An der Badeinsel in Steinhude stellten die Polizisten am Mittag zwei 15 Jahre alte Jungen mit Atemalkoholwerten von 1,29 und 1,46 Promille fest. Bei einem gleichaltrigen Jugendlichen wurden dort gegen 17.30 Uhr 1,52 Promille, bei einem 16-Jährigen gegen 19 Uhr 1,72 Promille gemessen - beide wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Beamten leiteten insgesamt 34 Strafverfahren ein. Die Gründe dafür: Körperverletzung, Sachbeschädigung und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. Insgesamt sind im Vergleich zu den Vorjahren deutlich weniger Vatertags-Ausflügler unterwegs gewesen. Die Polizei führt dieses zum einen auf das kühle Wetter, zum anderen auf die erfolgreichen Präventionseinsätze der vergangenen Jahre zurück. Insbesondere im Bereich Deister wurden deutlich weniger junge Leute, dafür überwiegend Erwachsene angetroffen. Erschreckend auffällig sei dort jedoch die hohe Zahl von Eltern gewesen, die im Beisein ihrer teils sehr jungen Kinder Alkohol konsumierten. Insgesamt sei das Einsatzkonzept der Polizei aufgegangen - es gab so gut wie keine Ausschreitungen oder Schlägereien. Insgesamt war die Zahl der alkoholisiert angetroffenen jungen Menschen geringer als in den Vorjahren.
Der Polizeiinspektion Garbsen hat beim Schwerpunkteinsatz im Raum Deister und Steinhuder Meer auf frühzeitiges und konsequentes Einschreiten gesetzt. So sollten problematische Situationen gar nicht ausufern können. Wie in den Vorjahren trafen die Beamten auf zahlreiche, teils erheblich alkoholisierte, Jugendliche und junge Erwachsene. Die Einsatzkräfte wurden von der Bereitschaftspolizei, der berittenen Polizei, speziell geschulten Konfliktmanagern, von Diensthundeführern, dem zuständigen Forstamt der Region sowie Mitarbeitern des Jugendamtes und der Jugendhilfestationen unterstützt. Zielsetzung des Einsatzes war es, exzessiven Alkoholkonsum, das sogenannte "Komasaufen", sowie Massenschlägereien, Ausschreitungen und Störungen des friedlichen Ausflugsverkehrs zu verhindern sowie die Einhaltung von Jugendschutzbestimmungen zu überwachen. Um Alkoholmissbrauch von Kindern und Jugendlichen zu verhindern, hat die Polizei die jungen Menschen gezielt angesprochen und auf die Gefahren und Folgen übermäßigen Trinkens hingewiesen. "Auch in diesem Jahr ist unserer Konzept ‚Agieren statt Reagieren‘ aufgegangen.", so Einsatzleiterin Kriminalrätin Andrea Pohl am Abend. "Wir sind mit zahlreichen jungen Leuten ins Gespräch gekommen und haben unsere Ziele mit Erfolg umsetzen können. Besonders das frühzeitige Einschreiten unserer Konfliktmanager hat sich abermals ausgezahlt."