1. Kurzarbeit noch immer hoch

    Arbeitslosigkeit im März rückläufig / Arbeitskräftenachfrage zieht an

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    LANDKREIS (mk). Im März waren 19.492 Frauen und Männer in den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur Hameln und den entsprechenden Jobcentern arbeitslos gemeldet, das sind 263 weniger als im Februar (- 1,2 Prozent) aber 557 mehr als vor einem Jahr (+ 2,9 Prozent). Die Frühjahrsbelebung fiel deutlicher als im vergangenen Jahr aus, als die Arbeitslosenzahl lediglich um 104 (- 0,5 Prozent) sank. Die Arbeitslosenquote ist gegenüber dem Vormonat im Februar um 0,1 Prozentpunkte auf 9,6 Prozent gesunken. Im März 2009 hatte sie bei 9,4 Prozent gelegen. "Die Frühjahrsbelebung spiegelt sich bei der aktuellen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wider", so Henrik Steen, Geschäftsführer für den operativen Bereich der Agentur für Arbeit Hameln. "Die ersten Zahlen zum diesjährigen Ausbildungsmarkt machen hingegen deutlich, dass die heimischen Arbeitgeber derzeit noch verhalten bei der Meldung offener Ausbildungsstellen agieren. Wir hoffen auf eine positive Entwicklung in den nächsten Monaten". Im Landkreis Schaumburg sank der Bestand von 7564 auf 7518, die Quote liegt hier bei 9,4 Prozent, ein Prozent weniger als im Vormonat.

    Die Inanspruchnahme des Instruments Kurzarbeit bleibt weiterhin hoch: Im Februar haben weitere 54 Betriebe für 740 ihrer Mitarbeitern Kurzarbeit neu angezeigt. Für das Berufsausbildungsjahr 2009/2010 werden in diesem Monat erstmalig die Zahlen der gemeldeten Ausbildungssuchenden und der gemeldeten Stellen veröffentlicht. Seit Oktober 2009 wurden den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Hameln 1.789 Ausbildungsstellen gemeldet, 93 weniger als im vergangenen Jahr (- 4,9 Prozent). Im gleichen Zeitraum meldeten sich 2.182 bei der Berufsberatung als Bewerberinnen und Bewerber für eine Ausbildungsstelle. Das sind 227 gemeldete Ausbildungssuchende mehr als im vergangenen Jahr (+ 11,6 Prozent). Die Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit Hameln betreuten im März 7.007 der gemeldeten Arbeitslosen (Arbeitslosengeld I-Bezieher oder Arbeitslose ohne Leistungsanspruch). Das sind 411 weniger als im Vormonat Februar (- 5,5 Prozent). 12.485 erwerbslose Menschen wurden durch die JobCenter betreut (Bezieher von Arbeitslosengeld II), 175 mehr als im Vormonat (+ 1,4 Prozent). Die Anzahl der jüngeren Erwerbslosen unter 25 Jahren entwickelte sich gegenüber dem Vormonat rückläufig: Mit 2.040 lag deren Anzahl um 99 niedriger als im Vormonat Februar (- 4,6 Prozent). Die Anzahl der arbeitslosen jungen Erwachsenen ist nahezu gleich hoch wie im vergangenen Jahr, als 2.054 betroffen waren (-14 / -0,7 Prozent). In Schaumburg waren 858 Personen unter 25 arbeitslos gemeldet. Seit Jahresbeginn konnten im Landkreis insgesamt 4326 Personen in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden. Der Bestand der offenen Stellen wuchs im März um 171 auf 1361 an. Belebt hat sich im Allgemeinen insbesondere die Nachfrage nach Fertigungsberufen mit insgesamt 350 gemeldeten offenen Stellen, was ein Plus gegenüber dem Vormonat um 127 bedeutet. Frühjahrsbedingt wurden dabei verstärkt Bauberufe (44 Stellen) und Ernährungsberufe (36 Stellen) nachgefragt. Besonders erfreulich ist die verstärkte Nachfrage nach Schlossern und Mechanikern (64 Stellen). Der gesamte Zugang an Beschäftigungsmöglichkeiten betrug im März 1.308 Stellen – davon entfielen 310 auf Arbeitsgelegenheiten und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen.

    Die Arbeitslosigkeit im Geschäftsbereich Rinteln hat sich von Februar auf März um 35 auf 2.184 Personen verringert. Das waren 188 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 11,0 Prozent; vor einem Jahr belief sie sich auf 10,1 Prozent. Dabei meldeten sich 413 Personen arbeitslos, 17 weniger alsvor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 448 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+21). Der Stellenbestand ist im März um 25 Stellen auf 257 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Stellenbestand praktisch nicht geändert (+1). Arbeitgeber meldeten im März 137 neue Stellen, 44 mehr als vor einem Jahr. Im Bereich Stadthagen sank die Zahl der Arbeitslosen um elf auf 5.334 Personen. Das waren 294 Arbeitslose mehr alsvor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,9 Prozent; vor einem Jahr 8,4 Prozent. Dabei meldeten sich 1.149 Personen arbeitslos, 41 mehr als vor einem Jahr und gleichzeitig beendeten 1.165 Personen ihre Arbeitslosigkeit (+141). Der Stellenbestand ist um 146 Stellen auf 1.104 gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 255 Stellen mehr. Arbeitgeber meldeten im März 366 neue Stellen, 74 mehr als vor einem Jahr.

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