LANDKREIS (em). Hüben wie drüben wird die Polizei Nienburg-Schaumburg immer wieder zu Wildunfällen gerufen. Polizeipressesprecherin Gabriela Mielke rät, auf Strecken mit Wildwechsel langsamer zu fahren.
An einem Montag im November musste der Einsatz- und Streifendienst der Nienburger Polizei allein drei Verkehrsunfälle mit Wild aufnehmen. In den frühen Morgenstunden landet ein Mercedes im Graben. Der 43-Jährige Fahrer wich einem Stück Wild aus, kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich.
Kurz vor 18 Uhr krachte es in Steimbke. Ein Wendener war mit seinem Mazda auf dem Verbindungsweg zwischen der B 214 und Sonnenborstel unterwegs als ein Reh die Straße querte. Der 54-Jährige fuhr gegen einen Baum. Zweieinhalb Stunden später wechseln mehrere Tiere über die L 370 zwischen Husum und Rehburg. Eine BMW-Fahrerin aus Neustadt erfasste ein Tier und verlor die Kontrolle über ihr Fahrzeug.
Vor allem morgens und abends ist verstärkt mit Wildwechsel zu rechnen. Gerate ein Tier in den Leuchtkegel der Scheinwerfer, sollte man abblenden und hupen. Springe es auf die Fahrbahn, heiße es bremsen und das Lenkrad nicht verreißen.
Ein Ausweichen komme nur in Frage, wenn der Fahrer genügend Zeit für eine kontrollierte Reaktion habe und dadurch nicht sich und andere gefährde, so die Pressesprecherin.