LANDKREIS (ih). Mit dem Beschluss des Kreistages kommt zusammen, was schon lange zusammen arbeitet. Der Fachdienst Altenhilfe des Sozialamtes und der Kommunale Sozialdienst (KSD) des Gesundheitsamtes gehen im neuen "Pflegestützpunkt"Die Mitarbeiter sollen über sämtliche pflegerische Belange informieren und beraten. Zudem koordinieren sie alle regionalen Versorgungs- und Unterstützungsangebote und vernetzen diese miteinender.
Der Kreistag hat in seiner letzten Sitzung des Jahres 2009 die Einrichtung beschlossen und damit die Verwaltung des Landkreises beauftragt, mit den örtlichen Pflege- und Krankenkassen eine Vereinbarung zu schließen. Diese zahlen einen Euro pro Kreiseinwohner ab 60 Jahren. Das macht derzeit 45000 Euro, zu denen aus Bundesmitteln einmalig 40000 Euro als Starthilfe kommen.
Neben der Beratung haben die Mitarbeiter des neuen Pflegestützpunktes ein großes konkretes Projekt. Sie erstellen eine Landkarte über pflegerische und soziale Hilfs- und Unterstützungsangebote. Grundlagen dafür sind bereits erarbeitet. Auch organisatorisch haben die beiden Abteilungen noch einiges zu erledigen. Die Mitarbeiterinnen des KSD sollen im Sozialamt angebunden werden, um die künftigen Aufgaben des Pflegestützpunktes in einem Amt der Verwaltung zu konzentrieren. Dabei soll die wohnortnahe und dezentrale Beratung des KSD bleiben.
Interessant für Ehrenamtliche ist der neue Pflegestützpunkt ebenfalls. Denn wer sich im Bereich der Seniorenbegleitung engagieren möchte, kann sich über die Kontaktstelle Ehrenamt Schaumburg (KESS) wenden. Der Pflegestützpunkt nimmt dann bei Bedarf Kontakt auf und vermittelt Ehrenamtliche dann in die Häuslichkeit oder in stationäre Einrichtungen. 30 ehrenamtlich tätige Seniorenbegleiter machen diese wichtige Arbeit bereits und versetzen den Landkreis Schaumburg damit in die positive Lage, unkomplizierte und niedrigschwellige Hilfen anzubieten. Auf deutsch: Ehrenamtliche verbringen Zeit mit älteren Menschen, die Pflegepersonal aufgrund knapper Kassen nicht mehr hat.