1. Das Ende zeichnet sich ab

    Schließung der Förderschule für 2013 geplant

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    LANDKREIS (nb). Das Ende der Förderschule Schwerpunkt Lernen am Standort Obernkirchen ist so gut wie besiegelt. Der Schul- und Berufsschulausschuss sprach seine Empfehlung an den Kreistag einstimmig aus. Die geplante Auflösung war im vergangenen Jahr zunächst zurückgestellt worden, da die Landesschulbehörde die Entwicklung der Integrationsklassen an den vier neu eingerichteten IGS beobachten wollte, um daraus ein neues Konzept zur sonderpädagogischen Förderung zu entwickeln.

    Nun kommt das "Aus" doch schneller als erwartet: Bereits zu Beginn des nächsten Schuljahres wird der gesamte Primarbereich (Klassen eins bis vier) an die Förderschule Schwerpunkt Lernen in Stadthagen ausgelagert. Künftig wird sie die einzige Förderschule in Schaumburg mit Primarstufe sein. Schüler für die fünfte Klassenstufe werden nicht mehr aufgenommen. Die Jahrgänge sechs und sieben sollen in den darauf folgenden zwei Jahren "auslaufen" und auf die verbliebenen Förderschulen im Kreis aufgeteilt werden.

    Mit Beginn des Schuljahres 2013/2014 wird die Schule endgültig geschlossen, die Schüler der Jahrgänge acht und neun ebenfalls nach Stadthagen geschickt.

    Ursächlich für die ist der starke Rückgang der Schülerzahlen an der Förderschule, einhergehend mit dem steigenden Wunsch der Eltern, Kinder in den integrativen Klassen der IGS beschulen zu lassen. Dies sei, so Landfester, die Konsequenz aus den zunehmenden Angeboten der intgrativen Beschulung.

    Mit der "Inklusive-Beschulung" an Regelschulen und die I-Klassen habe die Behörde laut Landfester überwiegend positive Erfahrungen gemacht.

    Eine "Stigmatisierung" der Schüler könne so weitestgehend vermieden werden. Der Bedarf im Primarbereich sei durch das Angebot an Grundschulen ausreichend abgedeckt. Die Schülerzahl ist in Obernkirchen auf 38 gesunken, für die 16 Schüler der Jahrgänge eins und zwei wurde bereits ein Kombi-Klasse gebildet.

    Zwei Drittel der förderbedürftigen Schüler des fünften Jahrgangs sei in I-Klassen eingeschult worden, lediglich ein Drittel sei in der Förderschule untergebracht. Dass sich ein ähnliches Schicksal auch für die Förderschule in Rinteln abzeichne, dementierte Ausschussvorsitzende Eva Burdorf. Von einer Schließung der Pestalozzi-Schule könne noch keine Rede sein, jedoch räumte sie ein, dass Stadthagen auf lange Sicht "Förderstandort" werde. Landfester fand aus Sicht der Schulbehörde klare Worte: "Wenn die Entwicklung so weitergeht, werden wir auch keine zwei Förderschulen mehr brauchen." Langfristig stünden wohl alle Förderschulschwerpunkte auf dem Prüfstand, so der Schulleiter der Hans-Christian-Andersen-Förderschule in Stadthagen.

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