1. "Diese Schere zu vermitteln, ist schwierig"

    Synodale hinterfragen Ausgaben des Landeskirchenamtes kritisch / 10000 Euro Unterhalt für LKA-Pkw

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    LANDKREIS (ih). Während der Haushaltsberatungen haben einige Synodale die Ausgaben des Landeskirchenamtes kritisch hinterfragt. 5000 Euro mehr als im Vorjahr sind für den Posten Büroausstattung vorgesehen. Diese seien unter anderem für die Renovierung des Bischofsbüros vorgesehen, so Verwaltungsleiter Frank Jaksties.

    Bernd Schönemann nahm die Rechtsberatungskosten von 6000 Euro ins Visier. Mit dem Präsidenten Sebastian Geisler sei ein Jurist im Landeskirchenamt, der diese Aufgaben erledigen könnte. Die Aufgabenmenge sei enorm, so Geisler. Allein die Fusion der drei Krankenhäuser im Schaumburger Land bringe über die Stiftung Bethel viel Arbeit ins Haus. Schönemann verwies auf die Kooperationspartner ProDiako und den Landkreis und fragte nach, ob nicht deren Juristen dabei aushelfen könnten. Dies sei nicht möglich, so Geisler. "Wir können nicht die Juristen der anderen zur Überprüfung ihrer eigenen Ergebnisse nutzen."

    Nicht so leicht nachvollziehbar war für die Synodalen dann aber der Posten "Pkw des LKA". 10000 Euro sind als Aufwendungen für die Leasingrate, die Unterhaltung und den Betrieb des Dienstwagens eingeplant. Mit einer monatlichen Rate von rund 500 Euro sei der 5er BMW das günstigste Angebot gewesen, so Geisler. Pastor Heinz Schultheiß wollte "als alter Zündap-Fahrer" anmerken, dass es durchaus preisgünstigere Möglichkeiten gebe zu reisen. Pastor Jan-Uwe Zapke sagte, dass mit diesen Ausgaben eine Schere beginne, die immer schwieriger in die Gemeinden zu vermitteln sei. Mittelfristig würden die Zuweisungen in die Gemeinden sinken. "Es kann nicht sein, dass der Haushalt des Landeskircheamtes weiter steigt." Eine kritische Begleitung wünschte sich auch Pastor Stephan Strottmann. Klaus-Dieter Kiefer, Präsident der Synode, gab den Hinweis, im "Spiel Gemeinden-Landeskirche" sei beides wichtig. Zum Ende der kurzen Diskussion bekräftigte Zapke nocheinmal, dass diese Entwicklung in den Gemeinden wahrgenommen werde.

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