1. CDU informiert über Institutionen

    Bessere Betreuung nach Gewalterlebnissen für Jungen

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    STADTHAGEN (em). Die Schaumburger CDU-Kreistagsfraktion hat sich nach Auskunft ihres Vorsitzenden Gunter Feuerbach über die Arbeit der sozialen Institutionen "BASTA” und "Sozialpädagogische Familienhilfe” informiert. Diese Institutionen seien auch in Schaumburg unverzichtbar, sagt Feuerbach.

    So hatten die drei Mitarbeiterinnen der Mädchen- und Frauenberatungsstelle "BASTA” im Jahr 2008 insgesamt 1.300 Beratungskontakte, die meisten davon aufgrund erlebter sexualisierter Gewalt und Missbrauchs an Kindern und Frauen. Ein neues und besorgniserregendes Phänomen seien nach Aussage der BASTA-Mitarbeiterin Ingetraud Wehking sexuelle Übergriffe von Kindern auf andere Kinder im Kindergarten, die nichts mehr mit der natürlichen Neugier von Kindern zu tun hätten. Vielmehr würde es sich um die Folgen der Verarbeitung eigener Erlebnisse und eines unkontrollierten Fernsehkonsums handeln. In Schaumburg würde es zudem an genügend speziell ausgebildeten Traumatherapeuten mangeln.

    "Aufgrund dieser Schilderungen war unsere Forderung, BASTA und auch dem Kinderschutzbund eine höhere finanzielle Förderung zukommen zu lassen, absolut richtig”, ergänzt Fraktionspressesprecher Torben Sven Schmidt. Die CDU-Kreistagsabgeordneten Petra Ritter, Cornelia Jäger und Heiko Tadge forderten in diesem Zusammenhang, dass auch von Gewalt und Missbrauch traumatisierte Jungen eine wohnortnahe und schnelle Beratung in Schaumburg benötigen würden.

    Kohlmeier von der "Sozialpädagogischen Familienhilfe”, einer Institution des Jugendamtes, berichtete anschließend von fast 90 Familien, die von 24 Mitarbeitern betreut werden.

    Als Gründe für die Betreuung wurden beispielhaft die wachsende Zahl psychisch Erkrankter, eine zunehmende Verschuldung von Familien, die oft eskalierende Situation im Grundschulbereich und die Abnahme der Eigenverantwortlichkeit einiger Eltern genannt.

    Auch in Suchtfamilien und bei sozial isolierten Alleinerziehenden würden Mitarbeiter eingesetzt. Diese begleiten dann auf längere Dauer die Familien bei der Alltagsbewältigung.

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