1. Kradfahrer oft zu schnell unterwegs

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    LANDKREIS (rp). Aufgrund zahlreicher Motorradunfälle im vergangen Monat weißt die Polizeidirektion Hannover erneut auf die Gefahren beim führen eines Krads hin und gibt Tipps zur Vermeidung von Verletzungen. So missachtete am Freitag, dem 21. August ein 18-jähriger Kradfahrer beim Linksabbiegen den Vorrang entgegenkommender Fahrzeuge und verletzte sich schwer. Bereits am Donnerstag, dem 20. August kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einem Kradfahrer und einem Motorrollerfahrer, als der Kradfahrer überholen und der Motorroller zeitgleich Abbiegen wollte.

    Der Rollerfahrer wurde dabei lebensgefährlich verletzt, der Kradfahrer verletzte sich leicht.

    Am Sonnabend, dem 22. August nahm ein Pkw-Fahrer die Staubildung auf der Autobahn zu spät wahr und stieß mit großer Wucht gegen das langsam rollende Krad eines 56-Jährigen. Der Motorradfahrer erlitt dadurch lebensgefährliche Verletzungen.

    Diese beispielhaften Aufzählungen könnten umfangreich fortgeführt werden. Die Beispiele verdeutlichen aber auch, dass die Geschwindigkeit häufig eine herausragende Unfallursache ist.

    Gerade das Motorrad erlaubt es den Fahrern innerhalb kürzester Zeit hohe Geschwindigkeiten zu erreichen, was mit einem Pkw nicht möglich ist. Aber diese Möglichkeit erfordert von den Fahrern höchste Vorsicht und ein großes Maß an Verantwortung gegenüber sich selber und gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmern. Gerade Kradfahrer tragen oft die schwereren Folgen, weil sie keine Sicherheitsgurte haben, keine Airbags und schon gar nicht über eine Knautschzone verfügen. Dabei ist es gleichgültig, ob der Unfall verschuldet wurde oder durch das Fehlverhalten anderer entstand.

    "Jeder Mensch macht Fehler. Nur wenn man sich dessen bewusst ist, kann jeder Verkehrsteilnehmer für sich lebensrettende Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen”, sagt der Verkehrssicherheitsberater Gerd Schöler von der Polizeidirektion Hannover. "Erhalten Sie Ihrer Familie den Vater, die Mutter oder den Ehepartner, stürzen Sie Ihre Eltern nicht in ein seelisches Unglück, sondern genießen Sie die Lebensfreuden und kommen gesund zu Ihren Familien zurück.”

    Wer folgende Tipps und Ratschläge der Polizeidirektion befolgt, kommt auch mit dem Motorrad sicher ans Ziel: Wichtig ist das Reduzieren der Geschwindigkeit sowie ein rücksichtsvolles und partnerschaftliches Fahrverhalten. Des Weiteren sollte immer mit dem Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer gerechnet und die Reaktionszeitbedacht werden. Unerlässlich ist das Fahren mit Helm und Sicherheitskleidung.

    Bei offenen Fragen können sich Interessierte an die zuständige Polizeidienststelle wenden, die Flyer und Broschüren zum Thema aushändigen.

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