LANDKREIS (mk). Bereits im Oktober 2008 hat die EU ein europaweites "Schulobstprogramm" aufgelegt, da unter anderem auch in Niedersachsen festgestellt, dass Kinder und Jugendliche in zu geringem Maß Obst und Gemüse verzehren. Insbesondere sollen die Kinder durch das Programm auch lernen, wie man sich gesund ernährt. Für Niedersachsen stehen aus diesem Programm 1,49 Millionen zur Verfügung, jedoch nur unter der Bedingung, dass eine Ko-Finanzierung durch Bund, Land oder Dritte sichergestellt wird. Da sich Bund und Land bislang nicht über die Ko-Finanzierung geeinigt haben, wurde der Vermittlungsausschuss angerufen. "Bildung ist eindeutig eine Länderaufgabe, was auch immer wieder gerne und häufig gerade von Niedersachsen betont wird. Beim Schulobstgesetz versucht das Land nun über die Krücke der Absatzförderung von Gemüse und Obst, was wiederum Bundeszuständigkeit wäre herauszumogeln. Es ist absolut keim Ruhmesblatt, diesen Streit auf Kosten der Kinder auszutragen", kritisiert Grand-Hendrik Tonne. Besonders bedauerlich sei darüber hinaus, dass Niedersachsen quasi Wortführer der Verweigerer ist, da die Ablehnung im Bundesrat auf eine Initiative
Niedersachsens zurückgehe. "Dieser Zustand ist schlecht für Niedersachsen und er ist schlecht für den Landkreis Schaumburg", urteilt Tonne. Der SPD-Landtagsabgeordnete weist abschließend auf einen aktuellen Entschließungsantrag der SPD-Landtagsfraktion hin, wonach die Landesregierung aufgefordert wird, die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu stellen und insbesondere ein Aktionsprogramm zur Umsetzung des Schulobstprogrammes unverzüglich aufzulegen. "Ich erwarte von der Landesregierung, dass der 8.September ein guter Tag für unsere Schülerinnen und Schüler wird", so Tonne.