LANDKREIS (mk). "Die Finanzkrise zieht jetzt die landwirtschaftlichen Märkten massiv nach unten, unsere Bauern brauchen aber dringend positive Signale."
Mit dieser Aussage kommentiert Landvolkpräsident Werner Hilse die aktuelle Preissenkungswelle für Milchprodukte wie auch die deutlich gefallenen Notierungen auf den Fleischmärkten.
"Die Exportmärkte müssen wiederbelebt werden, aber auch die Inlandsnachfrage muss wieder deutlich anziehen", setzt der Landvolkpräsident auf eine Trendwende auf den wichtigen landwirtschaftlichen Rohstoffmärkten. Bei Milchprodukten hatten Preiserhöhungen zu einem starken Nachfragerückgang geführt, auch die verarbeitende Industrie hat in ihren Rezepturen Milchprodukte durch preiswertere Komponenten ersetzt.
Zudem waren deutlich mehr Milchprodukte importiert worden.
Diese Reaktionen belegen nach Einschätzung des Landvolkpräsidenten, dass sich Märkte nicht einseitig national beeinflussen lassen, zumal die deutsche Milchanlieferung zurzeit um rund fünf Prozent unter dem Quotenlimit liegt. "Die Gesetzmäßigkeiten des Marktes lassen sich nicht außer Kraft setzen", sagte Hilse. Er appellierte daher nochmals an Niedersachsens Landwirtschaftsminister Heiner Ehlen, bei den morgen anstehenden Bundesratsentscheidungen keine einseitigen Beschränkungen für die deutschen Milcherzeuger zu beschließen. Die Molkereien forderte er auf, gemeinsam abgestimmte Anstrengungen zur Belebung des Konsums aufzulegen.
Die Verbraucher sollten unbedingt die günstige Situation nutzen und jetzt mit viel Genuss Milchprodukte genießen.