1. 26 neue Haltestellen für mehr als 200000 Euro

    26 neue Buswartehäuschen beantragt / Infobroschüre für Anrufbus geplant

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    LANDKREIS (ih). Regen, Wind und Kälte machen den Weg zur Schule oder Arbeit vor allem für die unangenehm, die auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind. An Haltestellen ohne Unterstand ist das Warten in der dunklen Jahreszeit kein Zuckerschlecken. 26 neue Buswartehäuschen stehen auf den Wunschlisten von zehn Kommunen im gesamten Landkreis.

    Die Finanzierung läuft über einen Fördertopf des Landes. 90 Prozent der Kosten kommen aus den Regionalisierungsmitteln nach dem Niedersächsischen Nahverkehrsgesetz. Klaus Heimann, Dezernent des Landkreises, verwies darauf, dass der Landkreis bei der Vergabe dieser Mittel darauf achte, alle Kommunen in gleichem Maße damit zu bedenken. Einzig aus den Samtgemeinden Lindhorst und Sachsenhagen sei kein Antrag auf Buswartehäuschen eingegangen. Das liege aber wohl an der angespannten Haushaltssituation vor Ort. Denn trotz hoher Förderung müssen die Kommunen zehn Prozent der Gesamtkosten selbst tragen. Neben den Buswartehäuschen empfahl der Ausschuss für Kreisentwicklung noch fünf weitere Projekte. Die "Bike & Ride" Anlage am Bahnhof Bad Nenndorf soll einen Zuschuss von 20000 Euro bekommen. Dafür sollen 25 zusätzliche Einstellplätze entstehen.

    Für die Folgekosten älterer Projekte aus den Regionalisierungsmitteln kommt der Landkreis erneut mit diesen Fördermitteln auf. Der Anrufbus Niedernwöhren bekommt einen Zuschuss von 850 Euro. Damit soll eine Fahrgastinformation erstellt und gedruckt werden. Auch die Schaumburger Verkehrs GmbH hat einen Antrag auf Förderung über diesen Topf gestellt. Um das ÖPNV-Angebot behindertenfreundlicher gestalten zu können, will die Gesellschaft zehn Leichtbaurampen anschaffen. Damit sollen die bereits vorhandenen Niederflurbusse nachgerüstet werden. Durch den Einsatz der Rampen können mobilitätseingeschränkte Fahrgäste mit ihrem Rollstuhl ohne fremde Hilfe direkt in den Bus gelangen.

    Der Landkreis hat sich bisher an den OmniTax-Fahrten in Stadthagen beteiligt.

    Diese verkehren im Stadtgebiet außerhalb der Zeiten des Bus-ÖPNV.

    Die Stadt gleicht der Stadthäger-Funk-Taxen-Zentrale den Unterschiedsbetrag zwischen dem ermäßigten OmniTax-Fahrpreis und dem regulären Taxenfahrpreis aus. 50 Prozent dieser Kosten nimmt der Landkreis als ÖPNV-Träger als Interessensquote an. Sie belaufen sich auf rund 15 000 Euro.

    Insgesamt 250580 Euro aus Regionalisierungsmitteln veranschlagt der Landkreis für diese Projekte insgesamt.

    So können allen Sparmaßnahmen zum Trotz gerade im ländlich geprägten Raum viele Aspekte des öffentlichen Personennahverkehrs durch die Fördermittel aufrechterhalten und erweitert werden. Vielleicht muss dann bald niemand mehr im Regen stehen.

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