LANDKREIS. Mit Besorgnis haben die Schaumburger Jusos auf den neusten OECD Bericht "Bildung auf einen Blick" reagiert. Während im OECD-Durchschnitt der Anteil an Studienanfängern eines Jahrgangs bis 2006 auf 56 Prozent stieg, stagniert er in Deutschland bei 35 Prozent. In Niedersachsen lag die Studierquote im Jahr 2006 sogar nur bei 27 Prozent. Aus dem Bericht wird nach Meinung der Schaumburger Jusos wieder einmal deutlich, dass Deutschland und speziell Niedersachsen eine große Veränderung im Bildungssektor braucht. Zwar sei die Quote der Abiturienten in Niedersachsen leicht gestiegen, dennoch nahmen in Niedersachsen weniger Abiturienten ein Studium auf. Der schon heute beklagte Fachkräftemangel könnte sich bei einem "weiter so" in der Bildungspolitik der CDU/FDP-Landesregierung noch weiter verschärfen. "Statt mögliche Studenten durch Studiengebühren von einem Studium abzuhalten, sollte sich die Landesregierung lieber um eine bessere Durchlässigkeit im Bildungssystem bemühen" , so der Vorsitzende der Schaumburger Jusos Jan-Philipp Beck. "Zudem ist es notwendig die Hochschulen für beruflich Qualifizierte ohne Abitur zu öffnen, um den Fachkräftemangel entgegenzuwirken", so Beck weiter. Viele europäische Länder seien bereits auf diesem Gebiet Vorreiter und könnten nach Meinung der Jusos Schaumburg ein Vorbild sein. "Das Land Niedersachsen dürfe aus finanziellen Motiven nicht sämtliche Zukunftschancen junger Menschen zerstören, sondern sollte jedem Niedersachsen die gleiche Chance auf Bildung einräumen und für Chancengleichheit sorgen", so die Nachwuchsorganisation der SPD abschließend.
-
Öffnung der Hochschulen gefordert
Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum