1. Der CDU-Kreisvorstand plant eine Urwahl

    Nominierung eines Bundestagskandidaten auf breite Füße stellen / CDU-orientierter Ruck in Bezug auf Landratswahl

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    STADTHAGEN. Mit seiner konstituierenden Sitzung Anfang Juli legte der in neuer Konstellation zusammengesetzte CDU-Kreisvorstand, richtungsweisende Schwerpunkte für den Schaumburger Bereich fest. Die guten CDU-Zweitstimmenergebnisse der letzten Landtagswahl, lassen für die Europa- und Bundestagswahl des nächsten Jahres auf ein ebensolches gesteigertes Abschneiden hoffen, wie auch schon heute ein CDU-orientierter "Ruck" in Bezug auf die Landratswahl 2010 erkennbar wird, betont die CDU in einer Pressemitteilung. Positive Aspekte der Arbeit der Landesregierung, gepaart mit großem Engagement der hiesigen Christdemokraten, seien beim Wähler längst angekommen. Der steile Weg aus dem Schuldendesaster habe mehr als sichtbare Erfolge aufzuweisen und setze sich beständig fort.

    Um die Nominierung eines Bundestagskandidaten auf breite innerparteiliche Füße zu stellen, plant der Kreisvorstand dafür im Herbst 2008 erstmalig die Durchführung einer "Urwahl", dass heißt alle CDU-Mitglieder aus dem Wahlkreis Schaumburg und Teilen von Nienburg werden die Möglichkeit haben, ihren Kandidaten für den nächsten Bundestag direkt zu wählen.

    Ebenfalls nach den Sommerferien wird sich auf Bezirksebene entscheiden, ob der von dem Kreisvorstand einstimmig unterstützte Schaumburger Burkhard Balz als Kandidat für die Europawahl am 7. Juni 2009 auf der Landesliste der CDU aufgenommen wird.

    "Klotzen" und nicht "Kleckern" sei hier auch für die Schaumburger angesagt, denn die Finanzen, so der Vorstand, müssen auf den richtigen Weg gebracht werden. Mehr ausgeben als man hat sei schlichtweg "out". An dieser Stelle werde die CDU weiterhin beharrlich die Daumenschrauben ansetzen und nicht locker lassen, bessere Lösungen zu präsentieren. Finanzausgleich hin oder her, trotz unüberhörbarem Gestöhne auf hohem Niveau, gebe es dennoch unter dem Strich mehr Landeszuweisungen. Es heißt nun die vorhandenen Mittel sinnvoll einzusetzen, Ausgaben auf den Prüfstand zu stellen und sich endgültig langfristig von hohen Kosten und Sünden der Vergangenheit zu befreien – ganz wie es die Landesregierung schon seit Jahren mit Erfolg vormacht, so die Forderung der CDU. Der für den 25. August in Schaumburg angesagte Besuch des neuen CDU-Landesvorsitzenden David McAllister werde diese Gedanken unterstreichen.

    Die Schaumburger CDU stehe in allen Bereichen in den Startlöchern – ein aufwärtsstrebendes Signal für alle Verbände, geeint wie übergreifend die Zusammenarbeit groß zu schreiben und Schaumburgs Probleme handfest anzupacken. Die vorgeschlagene "interkommunale Zusammenarbeit" werde dabei verstärkt angepeilt. Um aktuelle Themenfelder noch intensiver zu bearbeiten, habe der Kreisvorstand ein jährliches "Mehr" an Vorstandssitzungen beschlossen und weitere Mitglieder in sein Gremium kooptiert. So seien an dieser Stelle alle übergeordneten Schaumburger CDU-Verbände vertreten, um sich mit Themen, Wünschen oder Problemen einzubringen und eine effiziente und erfolgreiche Zusammenarbeit zu gestalten.

    Ein weiteres Signal dafür sei am 15. November der Zukunftsparteitag in Stadthagen mit seiner Ideen-Sammlung, zu dem ebenfalls erstmals alle CDU-Mitglieder eine Einladung erhalten. Nicht zuletzt gebe auch das neu entwickelte Logo "Schaumburg lieben" den Zukunftsgedanken der Kreis-CDU nachhaltigen Ausdruck. Ein Markenzeichen, das gänzlich ohne CDU-Emblem auskomme und Schaumburgs Menschen im Interesse für diesen Landkreis überparteilich zusammenführen soll.

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