1. Bartling kritisiert Landesregierung massiv

    Anmelderekord in Stadthagen / 80 Prozent durch IGS abgelehnt / Heiner Bartling sagt Initiativen seine Unterstützung zu

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    LANDKREIS (hb/m). Das am 1. Juli von der CDU/FDP-Landesregierung beschlossene Schulgesetz erweist sich nach Ansicht des heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Heiner Bartling als "Gesamtschulverhinderungsgesetz".

    Den kommunalen Schulträgern soll es laut Bartling schwer gemacht werden, in ihrem Zuständigkeitsbereich Gesamtschulen zu errichten. "Vor der Wahl hat Ministerpräsident Wulff mit seinem Versprechen, Gesamtschulen zu ermöglichen, die Eltern ruhig gestellt, die Praxis vor Ort sieht jedoch anders aus", wies Bartling auf den großen Bedarf im Landkreis hin.

    So habe es an der IGS Schaumburg in Stadthagen einen neuen Anmelderekord gegeben. 539 Eltern wollten ihre Kinder in den fünften Jahrgang schicken – 80 Prozent (427) haben eine Ablehnung erhalten. Trotz heftiger Kritik bei der Anhörung der Experten zu ihrem Gesetzentwurf haben CDU und FDP daran festgehalten, die Mindestgröße für Integrierte Gesamtschulen von vier auf fünf Parallelklassen pro Schuljahrgang anzuheben.

    Dafür, so Bartling, gebe es weder aus schulorganisatorischer noch aus pädagogischer Sicht, schon gar nicht bei insgesamt rückläufigen Schülerzahlen, eine Begründung. "Die ewig Gestrigen aus CDU und FDP haben deutlich gemacht, dass sie keine neuen Integrierten Gesamtschulen wollen, besonders nicht im ländlichen Bereich", meinte der SPD-Landtagsabgeordnete gegenüber der heimischen Presse. Heiner Bartling kündigte an, den über 70 Gesamtschulinitiativen in Niedersachsen und insbesondere der heimischen Initiative "Pro IGS" weiterhin den Rücken zu stärken. "Eltern müssen das Recht auf freie Wahl der Schulform haben", sagte Bartling.

    Dazu sei es notwendig, die Errichtung von Gesamtschulen ohne Wenn und Aber zu ermöglichen.

    "Ich bin mir sicher, dass das Schulgesetz schon sehr bald nachgebessert werden muss", wollen sich Bartling und die SPD weiter für die Verwirklichung des Elternwillens einsetzen.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an