LANDKREIS (ro). Im Rahmen eines Forschungsprojektes wird auf der K 88 zwischen Höfingen und Fischbeck nach der Deckenerneuerung eine neuartige Form der Fahrbahnmarkierung aufgebracht. Die unterbrochene Markierung verzichtet auf die Einteilung in Fahrstreifen und ist so bereits in anderen europäischen Ländern vorzufinden. Durch den Verzicht auf die sogenannte Leitlinie in der Fahrbahnmitte soll dem Kraftfahrer verdeutlicht werden, dass eine langsamere Fahrweise angemessen ist. Die lediglich 4,50 Meter breite Kernfahrbahn soll dem Verkehrsteilnehmer zudem signalisieren, dass ein Begegnen, insbesondere mit Schwerverkehrsfahrzeugen, erhöhte Aufmerksamkeit und wechselseitige Rücksichtnahme bedingen.
Da bei Begegnungsfällen gegenebenfalls die gesamte befestigte Fläche in Anspruch genommen werden muss, werden die Randmarkierungen als Leitlinien in 0,75 Meter Abstand vom Fahrbahnrand ausgebildet. Ziel des Projektes ist es, ein angepasstes Fahrverhalten zu erzielen und dadurch die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Das Forschungsprojekt wird wissenschaftlich vom Fachgebiet Straßenplanung und Straßenbetrieb der TU Berlin unter der Leitung von Professor Dr.-Ing. Richter betreut. Unter anderem werden Messungen der Geschwindigkeit und des Spurverhaltens im Vorher-Nachher-Vergleich durchgeführt.
Die Vorher-Untersuchungen erfolgten bereits im vergangenen April, der Nachher-Fall wird im kommenden Herbst durchgeführt werden.