LANDKREIS. Die positive Entwicklung des Tourismus in der Region Weserbergland setzt sich fort – das erfreuliche Fazit konnte Rüdiger Butte, Vorsitzender des Vereins Weserbergland Tourismus (WT), auf der Jahreshauptversammlung für die vergangene Urlaubssaison verkünden. Bereits im Jahr 2006 wurden 2,1 Prozent mehr Ankünfte in der Region gezählt. Dieser Trend hielt im ersten Halbjahr 2007 an und verspricht für die gesamte Saison 2007 ein positives Ergebnis.
Die effektiven Maßnahmen im Marketing des WT zeigten sichtbare Erfolge. Die steigenden Übernachtungszahlen 2007, auch nach dem WM-Jahr 2006, seien ein Indiz für das wachsende Interesse am Weserbergland als Reiseziel und einer eindeutigen Profilierung der Marke Weserbergland am touristischen Markt.
"Das Weserbergland ist auf dem Weg sich zu einer bekannten Destination zu entwickeln – doch dies ist nur gemeinsam zu erreichen", resümiert Petra Wegener, Geschäftsführerin des WT. "Wir freuen uns, dass wir die Grundlagen für eine bedeutende Entwicklung im touristischen Bereich weiter ausbauen konnten." Speziell die Marketingmaßnahmen des Verbandes im Bereich Produktentwicklung überzeugen und zeigen weitere deutliche Erfolge.
So kam der WT dem Appell des Deutschen Wanderverbandes nach, ein einheitliches Wanderkonzept umzusetzen. Bereits im Juli 2007 erfolgte daraufhin unter Federführung des Naturparks Weserbergland der Startschuss zur Qualitätsoffensive Wandern. Diese wird nach den Kriterien des Deutschen Wanderverbandes mit dem Ziel der Zertifizierung als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" durchgeführt.
Bernd Schackers, Geschäftsführer des Ingenieur- und Planungsbüros Höxter (UIH) und Leiter des Projekts, präsentierte Projektinhalte, Zwischenbilanz und weitere Vorgehensweise: Der bisherige Wegeverlauf des Weserberglandweges wurde zwischen Bad Karlshafen und Rinteln untersucht. Zwei Mitarbeiterinnen der ARGE WeserberglandWandern unter Federführung des UIH machten sich mit Wanderschuhen, Kartierbrettern und Digitalkameras gerüstet auf den Weg und überprüften mehr als 180 Kilometer des bereits vorhandenen Weserberglandweges und diverse Alternativstrecken. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Der aktuelle Vorschlag für den Wegeverlauf des Weserberglandweges zwischen Rinteln und Bad Karlshafen umfasst 160 Kilometer. Auf der Strecke können nun alle erforderlichen Kernkriterien für die Zertifizierung als "Qualitätsweg Wanderbares Deutschland" erreicht werden.
Das weitere Vorgehen sieht die Diskussion der Zwischenergebnisse auf drei Regionalkonferenzen und einer Informationsveranstaltung mit weiteren Anrainern aus Hessen und Nordrhein-Westfalen im Januar/Februar 2008 vor.
Ziel ist es weiterhin die noch fehlenden Wegestücke des vorhandenen Weserberglandweges in Porta Westfalica und zwischen Bad Karlshafen und Hannoversch Münden in die Konzeption des "Qualitätsweges Wanderbares Deutschland" einzubeziehen. Daneben werden seitens der beauftragten ARGE WeserberglandWandern aber auch qualitativ hochwertige Wegeschlaufen mit Anschluss an den Weserberglandweg vorgeschlagen. Diese sollen künftig dazu beitragen, das Wanderangebot in der Region Weserbergland auszubauen. Dabei wird die Prämisse gelten "Weniger ist mehr".