1. Müllspion kommt mit der gelben Karte

    Automatisierte Störstofferkennung bei Biotonnen-Leerung wird ausgeweitet

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    LANDKREIS. Die Herstellung von hochwertigen Kompostprodukten wird durch das individuelle Fehlverhalten einzelner Bürger für die AWS zunehmend erschwert. Die unnötigen Kosten müsse die Allgemeinheit tragen, teilt die AWS in einer Pressemitteilung mit. Vor allem die erheblichen Störstoffanteile in den Biotonnen und der daraus resultierende enorme Behandlungsauswand haben die AWS veranlasst, neue Wege zu gehen.

    Die technische Umsetzung dieses bereits in anderen Bundesländern erprobten Verfahrens erfolgt über so genannte "Detektions-Systeme". Der Detektor ist dabei an den Entsorgungsfahrzeugen fest installiert und erkennt bei der Entleerung automatisch und berührungsfrei Störstoffe.

    Die in regelmäßigen Abständen durchgeführten Überprüfungen der bereitgestellten Biotonnen in Stadthagen, Bückeburg und dem nördlichen Kreisgebiet zeigen positive Wirkung. Der Fremdstoffanteil in den Behältern sei dort erheblich zurückgegangen, so die AWS.

    Nun werde die Aktion auf den Bereich Auetal, Rodenberg, Nenndorf sowie Rinteln und Obernkirchen ausgeweitet. Die Einführungsphase soll vier Wochen dauern. Währenddessen kommen zunächst gelbe Verwarnkarten zum Einsatz. Alle wichtigen Informationen zur Befüllung der Biotonne sind darauf aufgedruckt. Asche, Plastiktüten, kompostierbare Säcke, Hunde- und Katzenkot, Knochen und Gräten Straßenkehricht, Metall oder Restabfälle dürfen nicht in die Biotonne. Während der Einführungsphase werden auch unsachgemäße Biotonnen weiter entleert. Im Anschluss daran bleiben die fehlbefüllten Tonnen ungeleert stehen. Zusätzlich gibt es dann die Roten Karte. Erst in der nächsten turnusmäßigen Abholung werden die verwarnten Tonnen dann entleert - natürlich nach erfolgter Nachsortierung. Auf Wunsch kann die Tonne auch gesondert geleert werden. Unter 05721/790711 kann das beantragt werden und wird von der AWS mit 25 Euro berechnet.

    Seit dem Bau un der Inbetriebnahme des Biokompostwerkes Wiehagen in Niedernwöhren vor elf Jahren leitet die Abfallwirtschaftsgesellschaft Landkreis Schaumburg (AWS) einen wesentlichen Beitrag zur umweltschonenden Aufarbeitung und Wiederverwertung von biologischen Abfällen im Landkreis Schaumburg. Die AWS sieht in der hohen Akzeptanz und Anzahl der genutzten Biotonnen, dass das Konzept eine gute Entscheidung war und weiterhin sein wird.

    Die Verantwortlichen erhoffen sich durch den ausgeweiteten Einsatz des Müllspions eine nochmalige Verbesserung der Kompostqualität, eine nachhaltige Entlastung der Allgemeinheit und dadurch letztendlich eine Stabilisierung der Gebühren.

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