RODENBERG/LANDKREIS. Sehr hilfsbereit und spendenfreudig gegenüber blinden Menschen in Entwicklungsländern sind die Einwohner Rodenbergs. Laut der Christoffel-Blindenmission (CBM) spendeten im vergangenen Jahr 34 Rodenberger insgesamt 2.148 Euro an die CBM. Mit diesem Geld können rund 72 Menschen in Asien, Afrika und Lateinamerika am Grauen Star, der häufigsten Ursache von Blindheit, operiert und wieder sehend gemacht werden.
Nach Angaben der CBM sind 37 Millionen Menschen weltweit erblindet. Die Hälfte von ihnen am eigentlich vermeidbaren Grauen Star, der für nur 30 Euro geheilt werden kann. Etwa 90 Prozent der blinden Menschen leben in Entwicklungsländern.
Der Hauptgrund hierfür ist der dortige Mangel an Augenärzten und Krankenhäusern.
In Afrika muss statistisch gesehen ein Augenarzt eine Million Menschen betreuen.
Anlässlich ihres 100-jährigen Bestehens hat die CBM die Kampagne "100.000 Wunder" ins Leben gerufen. Im Zuge dieser Kampagne unter der Schirmherrschaft von Bundespräsidentengattin Eva Luise Köhler sucht die Christoffel-Blindenmission die "Wunderbarste Stadt Deutschlands". Dazu wird die Stadt gekürt, die in Relation zu ihrer Einwohnerzahl am meisten für blinde und anders behinderte Menschen in Entwicklungsländern an die CBM gespendet hat. Zudem werden auch die wunderbarsten Städte der einzelnen Bundesländer gesucht.
Insgesamt fördert die Christoffel-Blindenmission in über 100 Ländern rund 1.000 Entwicklungsprojekte, wie etwa Augenkliniken.
In augenmedizinischen Projekten wurden bereits über sieben Millionen Operationen am Grauen Star ermöglicht.
Die CBM arbeitet mit zahlreichen Organisationen wie den deutschen Lions zusammen. Vom Deutschen Zentralinstitut für Soziale Fragen (dzi) wird sie zu den anerkannten und empfohlenen Spendenwerken gezählt. Mehr unter www.cbm.de .