1. Jugendliche mehr achten statt ächten

    Caritas-Kampagne 2008 für junge Menschen

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    LANDKREIS. Die Caritas führt in diesem Jahr ihre Kampagne fort, in der sie Kinder und Jugendliche in den Blick nimmt, die benachteiligt sind.

    Machte sie sich im vergangenen Jahr "stark für starke Kinder", so wendet sich die Caritas in diesem Jahr den Jugendlichen zu. Dabei geht es um Jugendliche, welche die Schule schwänzen, die keinen Abschluss machen, die keinen Ausbildungsplatz finden. Jugendliche, die in Familien aufwachsen, in denen sich niemand dafür interessiert, ob sie gut in der Schule sind oder ob sie überhaupt in die Schule gehen. Es geht um Jugendliche, die schon früh Gewalt und Missachtung erfahren haben.

    Die Zahlen sprechen bundesweit eine deutliche Sprache: Im Jahr 2005 haben acht Prozent aller Schulabgänger die Schule ohne einen Hauptschulabschluss verlassen. Bei den Jugendlichen ohne deutsche Staatsangehörigkeit waren es sogar 17,5 Prozent. Im November haben sich mehr als 340.000 Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Rund 926.000 erwerbsfähige Menschen unter 25 Jahren haben von Leistungen nach SGB II gelebt.

    "Was macht Jugendliche so robust, dass sie trotz Armut, Arbeitslosigkeit der Eltern oder Gewalterfahrungen ihr Leben erfolgreich meistern?" "Wie schaffen es junge Menschen, schwierigen Lebensumständen zu trotzen?" "Wie kann die Gesellschaft benachteiligte Jugendliche stärken?"

    Die Beantwortung dieser Fragen geht alle gesellschaftlichen Kräfte an. Denn benachteiligte Jugendliche können ihr Leben nur dann bewältigen, wenn sie dazu auch befähigt werden. Daher wirbt die Caritas mit ihrer neuen Jahreskampagne für eine veränderte Wahrnehmung und Haltung gegenüber benachteiligten Jugendlichen und fordert: "Achten statt Ächten".

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