1. Zuwachs bei Ausbildungsplätzen

    Über 4000 Individualhilfen für unter 25-Jährige / IHK und Handwerkskammer sind zufrieden

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    LANDKREIS (mk). JobCenter, Handwerkskammer und IHK sind zufrieden mit dem abgelaufenen Jahr wie in einem gemeinsamen Pressegesprächh deutlich wurde. Demnach sei zum einen die Zahl der Ausbildungsplätze stark angestiegen und zum anderen konnten viele Jugendliche unter 25 in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden.

    Gerade in der Gruppe der unter 25-Jährigen gibt es laut JobCenter Geschäftsführer Michael Stemme viele verschiedene Möglichkeiten, diese in die Erwerbstätigkeit zu vermitteln. Auch hier gelte das Prinzip "Fördern und Fordern". Meist, so Stemme, seien jedoch mehrere Schritte bis zu einer erfolgreichen Integration notwendig, angefangen beim Sozialtraining bis hin zu Schulabschlüssen. Zurzeit sind 431 Personen unter 25 von Arbeitslosigkeit betroffen, 528 gelten als arbeitssuchend. Doch auch um die anderen jungen Menschen, die kurz vor Abschluss der Schule stehen wird sich frühzeitig gekümmert, um die Arbeitslosigkeit zu verhindern. Besonders problematisch wird es, wenn es am Schulabschluss fehlt. 21 Prozent aller Schulabgänger in Schaumburg betrifft dieses. Der Anteil der Hauptschulabschlüsse liegt bei 36 und der der mittleren Reife bei 32 Prozent. Abitur oder Fachhochschulreife erlangen rund sechs Prozent der Schulabgänger. Den jungen Menschen werden vielfältige Angebote gemacht, die laut Stemme genau auf den Landkreis Schaumburg zugeschnitten sind. So finden mehr als 4000 so genannte Individualhilfen statt. Manchmal gehe es auch nur darum, dass der Führerschein finanziert werde. Doch nicht immer sind es fehlende Qualifikationen, die den Eintritt in das Berufsleben erschweren. Wie auch Reinhard Winter von der IHK bestätigte, müssen gerade junge Menschen mit Migrationshintergrund gegen Vorureile kämpfen, auch wenn die Qualifizierung und die Sprachkenntnisse stimmen. Im abgelaufenen Jahr konnte das JobCenter 600 junge Menschen in den ersten Arbeitsmarkt integrieren.

    Rund 90 Prozent wurden in die Erwebstätigkeit und nicht in eine Ausbildung vermittelt, trotz guter Ausgangssituation. Doch sei dies vom Gesetzgeber so gewünscht, um die Menschen möglichst schnell aus der Arbeitslosigkeit herauszubekommen. Laut Winter konnte man im Bereich der IHK-Schaumburg einen Zuwachs an Ausbildungsplätzen von 8,7 Prozent feststellen. Besonders hoch ist der Anstieg im Bereich der Metalltechnik, rund 47 Prozent. Doch auch im gewerblichen, plus 25,3 Prozent, kaufmännischen Bereich, plus 3,6 Prozent, sowie im Handel, plus 12,6 Prozent, ist ein Anstieg zu verzeichnen. Ein großer Erfolg sei auch die Nachvermittlung im Rahmen des Ausbildungspaktes gewesen. Im Schnitt habe man den jungen Menschen drei bis vier Ausbildungsplatzangebote machen können. Positiv sei zudem die Entwicklung der Abbrecherquote, die von 25 Prozent im Jahr 2006 auf fünf Prozent gesenkt wurde. Fritz Pape von der Handwerkskammer bestätigte den positiven Trend auf dem Schaumburger Ausbildungsmarkt. So seien bis zum Dezember 29,55 Prozent mehr Ausbildungsverträge abgeschlossen worden als im letzten Jahr. Das sei jedoch darauf zurückzuführen, dass in vielen Betrieben eine Verjüngung der Belegschaft stattgefunden hat. Zudem würden die neuen Technologien den Bedarf an jungen Menschen erhöhen. Für 2008 sei dieses Ergebnis daher kaum wiederholbar. Erfolgreich, so die Meinung aller Beteiligten, sei auch die Kooperation mit der Firma "upconsulting", die das Projekt "Jump!" ins Leben gerufen hatte, gelaufen. Wie Geschäftsführer Lars Grewe betonte, konnten im abgelaufenen Jahr 2500 Ausbildungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Zudem noch 800 Praktikumsplätze, 500 Praxistag-Möglichkeiten und 450 Ferien- und Nebenjobs. Man war sich einig, dass die erfolgreich gelaufenen Projekte auch im nächsten Jahr weitergeführt werden sollen, um möglichst vielen jungen Menschen, den Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen.

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