LANDKREIS (ro). Deutschlands bekanntester Nachwuchswettbewerb kann sich über einen neuen Anmelderekord freuen: Insgesamt 10 102 Jugendliche wollen sich in der 43. Wettbewerbsrunde an Jugend forscht beteiligen, was eine Steigerung von 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
In der aktuellen Wettbewerbsrunde melden 14 Bundesländer Zuwächse bei den Anmeldungszahlen: An der Spitze liegt Hessen mit einer Steigerungsrate von rund 45 Prozent.
Es folgen Schleswig-Holstein mit knapp 38 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern mit rund 34 Prozent und Thüringen mit knapp 31 Prozent.
Der Favorit unter den sieben Jugend forscht Fachgebieten ist, wie in den Vorjahren auch, Biologie mit knapp 24 prozent aller angemeldeten Teilnehmer. "Die Rekordbeteiligung in der 43. Wettbewerbsrunde ist außerordentlich erfreulich", sagt Dr. Uta Krautkrämer-Wagner, Geschäftsführerin der Sitiftung Jugend forscht.
"Es ist ein deutlicher Beweis für die unverändert große Aktivität von Jugend forscht:
Erstmals seit der Wettbewerbsgründung 1965 haben wir die Marke von 10 000 Anmeldungen übersprungen.
Offenbar hat die aktuelle Bildungsdiskusion dazu geführt, dass Naturwissenschaften, Mathematik und Technik bei jungen Menschen wieder stärker in den Mittelpunkt des Interesses rücken.
Schülerinnen und Schüler realisieren, dass ihnen fundierte Kompetenzen in diesem Bereich exzellente Zukunftsperspektiven bieten.
Seit Jahren motiviert der Wettbewerb Jugendliche sehr erfolgreich, später ein naturwissenschaftlich-technisches Fach zu studieren".
Die jungen Forscherinnen und Forscher treten nächstes Jahr ab Anfang Februar 2008 zunächst auf einem der bundesweit 70 Regionalwettbewerbe an.
Dort präsentieren sie insgesamt 5226 Projekte einer kompetenten Jury und der Öffentlichkeit.
Die Besten qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe im März und April im nächsten Jahr. Den Abschluss der 43. Runde von Jugend forscht bildet der Bundeswettbewerb vom 22. bis 25. Mai 2008 in Bremerhaven.