1. Jetzt prüft die Staatsanwaltschaft

    Erlebniswelt Renaissance steckt in einer schweren Krise

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    LANDKREIS. (mr). Die Anfrage des Kreistagsabgeordneten Heinrich Sasse, WGS, im Rahmen der Kreistagssitzung nutzte Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, um eine erschreckende Mitteilung in Sachen Erlebniswelt Renaissance zu machen: Die Staatsanwaltschaft prüft, ob unter anderem gegen den ehemaligen EWR-Geschäftsführer und den ehemaligen Hameln-Pyrmonter Oberkreisdirektor wegen des Verdachts auf Veruntreuung ermittelt wird. Landrat Rüdiger Butte, Hameln-Pyrmont, hatte noch am vergangenen Mittwoch die gesamte Akte EWR der Staatsanwaltschaft Hannover übergeben. Ausschlaggebend für diesen Schritt war, dass ein juristisches Gutachten zu fragwürdigen Zahlungsvorgängen offensichtlich Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verfahren liefert. Die Geschäftsführung geriet unter Verdacht, Gelder veruntreut zu haben. Dabei geht es um Zahlungen für teilweise oder sogar gar nicht erbrachte Leistungen. Den Schaden für die EWR beziffern die Anwälte auf eine bis 1,5 Millionen Euro. Auch das Innenministerium wurde eingeschaltet, da es bei Erhärtung des Verdachtes zu beamtenrechtlichen Konsequenzen kommen könnte. Dieses zu beurteilen ist Sache des Ministeriums. CDU-Fraktionsvorsitzender Gunter Feuerbach, selber langjähriges Mitglied im Aufsichtsrat der EWR, forderte eine vollkommene Aufklärung der Vorkommnisse, auch in Hinblick auf eine mögliche Rolle des Aufsichtsrates. Der Auftrag für das juristische Gutachten war von der Gesellschafterversammlung und dem Aufsichtsrat im Herbst bewusst erteilt worden, betonte Schöttenldreier. Dieses wurde von einer renommierten Anwaltskanzlei durchgeführt, die insbesondere die Aufgabenwahrnehmung aller EWR-Organe untersuchten. Dabei wurde deutlich, dass es zum gegenwärtigen Kenntnisstand keine Schadenersatzansprüche gegenüber dem Aufsichtsrat gebe, so der Landrat weiter. Der Untersuchung könne man daher gelassen entgegen sehen.

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