HANNOVER. Bei zeitgleichen Großkontrollen der nord- und ostdeutschen Bundesländer am vergangenen Freitag und Sonnabend sind der Polizei insgesamt 135 Fahrzeugführer ins Netz gegangen, die alkoholisiert und unter Drogeneinfluss hinter dem Lenkrad saßen.
29 Fahrer mussten ihren Führerschein noch am Kontrollort abgeben. Alkohol- und Drogeneinfluss sind neben Geschwindigkeitsverstößen die häufigste Ursache für schwere Unfälle mit Toten und Schwerverletzten.
Auffallend ist, dass immer mehr junge Menschen (Risikogruppe "Junge Fahrer) am Straßenverkehr teilnehmen, die illegale Drogen konsumiert haben. Besorgniserregend ist, dass die Blutalkoholkonzentration bei immer mehr Verkehrsteilnehmern sehr hoch ist.Der festgestellte Konsum illegaler Drogen im Straßenverkehr nimmt permanent zu. Wurden im vergangenen Jahr noch 3.128 Verstöße registriert so waren es bis zum Ende des 3. Quartals 2007 bereits 4.226 polizeiliche Feststellungen in Niedersachsen, bisher ein Anstieg von 35 Prozent.
Insgesamt haben in Niedersachsen 1.230 Polizeibeamte bei einer 24-stündigen Aktion, die am vergangenen Sonnabendmittag zu Ende ging, über 19.000 Fahrzeuge kontrolliert. Von den ertappten 135 Fahrzeugführern standen 41 (30,3 Prozent) unter dem Einfluss von Drogen. Den höchsten Alkoholwert stellte die Polizei bei einem Autofahrer mit 2,2 Promille im Raum Lüneburg (Stade) fest. Bei 29 von ihnen wurde der Führerschein am Kontrollort sicherstellt oder beschlagnahmt. Fünf Anzeigen gegen
Autofahrer wurden auffällig, weil sie sich als Führerscheinneulinge nicht an die 0,0-Promillegrenze hielten. 65 Verkehrsteilnehmer müssen sich wegen anderer Strafanzeigen, hauptsächlich Fahren ohne Fahrerlaubnis und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, verantworten. Darüber hinaus ahndete die Polizei über 880 Verkehrsordnungswidrigkeiten. Ein gesuchter Straftäter wurde festgenommen.