1. Neuer Wanderweg in der Planungsphase

    Gute Voraussetzungen für EU-Förderung

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    WESERBERGLAND (ug). Der Fernwanderweg XW durchquert das Weserbergland von Hannoversch Münden über Hameln und Rinteln bis Porta. Da dieser Weg einige Mängel aufweist, haben es sich der Verein Weserbergland Tourismus und der Naturpark Weserbergland - an beiden Institutionen ist der Landkreis Schaumburg intensiv beteiligt - das Ziel gesetzt, für den Weserbergland-Wanderweg vom Deutschen Wanderverband das Zertifikat "Qualitäts-Wanderweg" zu erhalten.

    Unter Leitung des mit der Planung beauftragten Landschaftsarchitekten Bernd Schackers vom Planungsbüro UIH sind gerade die örtlichen Erkundungen der Streckenbeschaffenheit im rund 140 Kilometer langen Abschnitt von Bad Karlshafen bis Rinteln abgeschlossen worden. Heike Jandt und Silke Erdmann haben jeden Meter dieses auf niedersächsischen Gebiet liegenden Weges "erwandert" und dokumentiert. Auf der Grundlage der vom Deutschen Wanderverband vorgegebenen Kriterien werden jetzt die Vorschläge für den Streckenverlauf zu Papier gebracht.

    Im Bereich des Landkreises Schaumburg führt der vorhandene Wanderweg XW von Rohdental kommend auf dem Kammweg des Wesergebirges an der Paschenburg vorbei. Von der Aussichtsplattform neben dem Gebäude hat man einen weiten Rundblick ins Weserbergland und in die Lipper Berge. Bei guten Sichtverhältnissen ist sogar das Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald zu erkennen.

    Nach Passieren des Deckberger Passes verläuft der Wanderweg weiter auf dem Wesergebirgskamm und führt über den Messingberg bei Steinbergen. Hier ist der Weg allerdings wegen des Bergrutsches im Dezember 2004 und wegen der laut Gutachten befürchteten weiteren Bergabbrüche aus Sicherheitsgründen gesperrt. In diesem Abschnitt muss also eine neue Trasse gefunden werden.

    Der aktuelle Vorentwurf für den neuen Wegeverlauf umfasst nach Auskunft von Chefplaner Bernd Schackers etwa 160 Kilometer. Daneben werden auch Wegeschlaufen vom Weserbergland-Wanderweg zu Wanderparkplätzen und zu kulturellen und naturkundlichen Sehenswürdigkeiten vorgeschlagen. Auf jeden Fall können alle Kernkriterien für die Zertifizierung als "Qualitätswanderweg" erfüllt werden. Damit sind auch beste Voraussetzungen gegeben, dass die Kosten für den Ausbau aus Fördermitteln der Europäischen Union bezuschusst werden.

    Es ist geplant, die Planung im Januar in drei regionalen Veranstaltungen vorzustellen. Wir werden unsere Leser hierüber informieren. Später sollen auch der in Nordrhein-Westfalen liegende Anschluss von Rinteln bis Porta sowie die in Hessen liegende Fortsetzung des Weges von Bad Karlshafen bis Hannoversch Münden in die Planung mit einbezogen werden.

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