1. Umfrage der IG Metall

    Leiharbeit in Niedersachsen dramatisch gestiegen

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    HANNOVER (nd). Die IG Metall veröffentlichte eine Umfrage zum Thema Leiharbeit. Die Umfrage fand in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt statt und hatte als Ziel die Feststellung von "verlässlichen Zahlen über das Ausmaß von Leiharbeit". Insgesamt wurden rund 170 000 Beschäftigte in 301 Betrieben im Organisationsbereich des IG Metall-Bezirks Niedersachsen und Sachsen-Anhalt befragt. Von den Beschäftigten seien, nach Angaben der IG Metall, 7 004 Leiharbeitsbeschäftigte, was einer Quote von 4,13 Prozent entspreche. In Niedersachsen liege die Leiharbeitsquote in den 230 Betrieben bei 3,2 Prozent, was deutlich unter der Quote des Bundesdurchschnitts (5,0 Prozent) sei. In Sachsen-Anhalt sei die Leiharbeitsquote deutlich höher: 15 Prozent der rund 13 000 Befragten aus 71 Betrieben der Metall- und Elektroindustrie seien Leiharbeiter. "In Sachsen-Anhalt hat das Ausmaß der Leiharbeit skandalöse Zustände erreicht", sagt Hartmut Meine, IG Metall-Bezirksleiter für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

    Rund 200 Leiharbeitsbeschäftigte würden unter erschreckenden Bedingungen arbeiten: Sie müssten flexibel sein, hätten keine dauerhafte Perspektive und erhielten dafür bis zu 50 Prozent weniger Entgeld, als der Tarifvertrag der Branche vorsehe, so Meine. So verdienten Leiharbeiter in Ostdeutschland 5,77 Euro, während der von der IG-Metall geforderte Mindestlohn bei 7,50 Euro erheblich höher sei. Nach Auffassungen der IG-Metall müssten die Bedingungen für Leiharbeit dringend verbessert werden. Die Delegierten der IG-Metall-Gewerkschaftstages in Leipzig hätten sich eindeutig dafür ausgesprochen, dass spätestens nach sechs Wochen Leiharbeitsbeschäftigte für die gleich Arbeit das gleiche Gehalt wie die Stammbelegschaft erhalten sollen. Die Verleizeit an einzelne Betriebe müsse begrenzt und Arbeitnehmer dürften nicht nur für die Dauer eines Einsatzes in einem Betrieb beschäftigt werden.

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