LANDKREIS (ro). "Für Jung. Für Alt. Für alle. Neue Altersteilzeit", ist das Motto der IG Metall Kampagne für ein neues Altersteizeitgesetz. Zum Auftakt wurden in allen Betrieben der Metallindustrie in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt insgesamt 200 000 Flügblätter verteilt. Außerdem wurden die Bundestagsabgeordneten in beiden Ländern aufgefordert für ein neues Altersteilzeitgesetz einzutreten. Darüber hinaus wird das Thema in allen Betreibsversammlungen einen zentralen Stellenwert einnehmen. Das von der IG Metall vorgeschlagene Modell der neuen Altersteilzeit basiert auf einer gleichwertigen Verteilung der Lasten: Die Beschäftigten haben Rentenabschläge hinzunehmen. Die Arbeitgeber stocken, wie zum Beispiel derzeit in der Metallindustrie, das Entgeld auf 82 Prozent des letzten Nettogehalts auf. Die Bundesagentur fördert mit 20 Prozent die Wiederbesetzung des Arbeitsplatzes durch einen unter 25-Jährigen beziehungsweise über 50-Jährigen oder Auszubildenden. "Der Staat leistet damit einen Beitrag zum demografischen Wandel in den Betrieben und verbessert die Chancen von Jung und Alt auf dem Arbeitsmarkt gleichermaßen. Es ist völlig unverständlich, warum dieses Solidaritätsmodell von der großen Koalition blockiert wird", so Hartmut Meine, IG Metall Bezirksleiter für Niedersachen und Sachsen-Anhalt. Ein neues Altersteilgesetz sei die notwendige Voraussetzung für die anstehenden Verhandlungen zwischen den Tarifvertragsparteien über tarifliche Regelungen zum flexiblen Ausstieg aus dem Erwerbsleben. "Bisher ist nichts geschehen. Im Gegenteil, der Staat will sich Ende 2009 aus seiner arbeitsmarktpolitischen Verantwortung stehlen", begründet Hartmut Meine die Kampagne für das neue Arbeitsteilzeitgesetz.
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Kampagne für neues Altersteilzeitgesetz
IG Metall verteilt 200 000 Flugblätter / Chancen von Jung und Alt verbessern
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