1. Nordsee-Netz

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    LANDKREIS. Die Europaabgeordnete Erika Mann hatte eine schriftliche Anfrage an die Europäische Kommission gestellt, in der sie um eine Einschätzung im Zusammenhang mit dem geplanten Bau verschiedener Hochspannungsleitungen in Niedersachsen bat. Vor allem zielten die Fragen darauf ab zu erfahren, inwieweit der Bau solcher Leitungen mit den Zielen und Strategien der Kommission in Einklang steht. Der EU-Kommissar Andris Piebals, zuständig für Energie, ließ Mann seine Antwort zukommen, die eine Reihe interessanter Aspekte enthält. Besonders für die Diskussion in Niedersachsen ist der Hinweis auf ein von der Kommission kofinanziertes Projekt "GILTEN for Wind & Trade" hervorzuheben, das eine Machbarkeitsstudie für ein Nordsee-Netz beinhaltet, bei welchem Gasisolierte Leitungen (GIL) genutzt werden sollen. Dieses Nordsee-Netz soll durch die GIL-Technologie europäische Off-shore-Windenergieprojekte anbinden und den Stromhandel erleichtern. Darüber hinaus verweist die Kommission auf eine Studie, in dem der Einsatz dieser Systeme für eine Stromverbindung durch den "Brenner-Basis-Bahntunnel" empfohlen wird. Eine von der Kommission angesprochene Studie der Deutschen Energieagentur (DENA) kam offensichtlich zu dem Ergebnis, dass die geplanten Leitungen notwendig sind. Die Kommission gibt zu verstehen, dass sie selber "Alternativen zu den Überlandleitungen gegenüber aufgeschlossen" ist. Zusätzlich weist Piebalgs darauf hin, dass beim Bau bestimmter Übertragungsleitungen durchaus Schwierigkeiten auftreten können, weshalb die Kommission vier Koordinatoren benannt hat. Darunter auch für das Nordostsee-Gebiet). Der frühere Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Georg Wilhelm Adamowitsch wird in diesem Gebiet die Vollendung der Offshore-Windkraftanlagen überwachen.

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