LANDKREIS (ih). In der Landeskirche Schaumburg-Lippe schlagen seit einigen Wochen die Wellen hoch. Im Juni hatte der Landeskirchenrat dem Oberkirchenrat Werner Führer die Amtsgeschäfte untersagt. Das Vertrauensverhältnis zwischen ihm und der Kirchenleitung sei nachhaltig beschädigt worden. Vor dem Rechtshof der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen hatte Dr. Werner Führer gegen seine Amtsenthebung geklagt und Recht bekommen. Am vergangenen Montag berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung über das Geschehen in der heimischen Landeskirche. Dort ist von einem "Schleier des Schweigens" die Rede. Doch dieses Schweigen ist eine logische rechtliche Konsequenz, erklärte der Pressesprecher der Landeskirche Schaumburg-Lippe Josef Kalkusch auf Anfrage des Schaumburger Wochenblattes. Die Landeskirche verzichte in dieser Personalangelegenheit bewusst auf Auskünfte und Stellungnahmen. "Dr. Werner Führer unterliegt als Angestellter der Landeskirche dem Datenschutz", sagte Joseph Kalkusch. Zudem handele es sich um ein schwebendes rechtliches Verfahren. Anfang der Woche teilte der Oberlandeskirchenrat über Pastor Klaus Zastrow mit, von ihm seien keine weiteren Stellungnahmen zu erwarten, da ihm nicht an einer Verschärfung der Situation gelegen sei.
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"Dr. Führer unterliegt dem Datenschutz"
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