Olympische Spiele 1936

Die Olympischen Spiele fanden 1936 in Berlin vom 1. bis zum 16. August statt. Zu dieser Zeit war Deutschland zu einer nationalsozialistischer Diktatur unter Adolf Hitler geworden. Trotz dieser Umstände wurde mit 49 teilnehmenden Nationen und 3961 Athleten ein neuer Teilnehmerrekord erzielt. Dennoch gab es einen Versuch der Boykottierung durch Fair-Play-Organisationen in den Vereinigten Staaten von Amerika und durch deutsch-französische Emigranten. Man meinte, dass in einem kriegsvorbereitenden Regime wie es in Deutschland war, die Durchführung der Olympiade in ihrem Sinne als friedliche und freiheitliche Spiele unmöglich seien. Tatsächlich fand eine Abstimmung über die Teilnahme an den Spielen in den USA statt , die jedoch vom Leiter der Abstimmung beeinflusst wurde und die Teilnahme an den Spielen somit feststand.
Das NS-Regime jedoch nutzte diese Spiele als Propaganda-Forum, um sich und das Deutsche Reich positiv im Ausland dastehen zu lassen. Es fanden zahlreiche Rahmenveranstaltungen wie Theateraufführungen, Kunstausstellungen und die Deutschlandausstellung, womit man die Größe und Bedeutung Deutschlands zum einen, aber auch die Weltoffenheit demonstrieren wollte. Als herausragende Sportler sind der amerikanische Leichtathlet Jesse Owens mit vier Goldmedaillen und der deutsche Kunstturner Konrad Frey mit 3 Goldmedaillen, einer Silbermedaille und zwei Bronzemedaillen zu nennen.
Zu diesen Spielen fand außerdem das erste Mal ein Fackellauf statt, der in Griechenland entzündet von 3400 Läufern durch 7 Länder über 3075 Kilometer nach Berlin zur Eröffnungsveranstaltung gebracht wurde.

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